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Am vergangenen Samstag fand in der Halle des Naturheilvereins die Vereinsmeisterschaft des SSV Zuffenhausen statt. Es war die erste Vereinsmeisterschaft nach dem Zusammenschluss der Vereine TSV, NHV und SG. Zunächst dachten die Schachspieler, dass sich für sie nichts ändert durch die Fusion, aber schon die Vereinsmeisterschaft belehrte sie eines besseren. Mit dem schönen Ambiente der Halle des früheren NHV konnte dem Turnier ein würdevoller Rahmen gegeben werden. Vor der Halle fand im Bädle ein Triathlon statt. Die Stille und Konzentration und die Aktion vor der Halle waren ein interessanter Kontrast. Zum sportlichen Schach-Wettstreit fanden sich 10 Spieler des SSV und ein in Zuffenhausen wohnender Gast des SV Wolfbusch ein. Als gute Gastgeber überließen die Zuffenhäuser dem Gast den Sieg. Zweiter wurde Spitzenspieler Thomas Zwicker aufgrund der besseren Feinwertung vor dem Vorsitzenden und Vorjahressieger Michael Meier.
Das Turnier bot einige Überraschungen. Bereits in der 1. Runde musste Thomas Zwicker gegen den aufstrebenden Nachwuchsspieler Stefan Werner ein Remis abgeben. Unser Gast Martin Meyer zeigte gleich gegen Sebastian Kull aus der 1. Mannschaft, dass mit ihm zu rechnen ist und gewann. In der zweiten Runde brachte Edgar Tabar Martin Meyer an den Rand einer Niederlage. In kritischer Stellung bot Meyer Remis an, aber Tabar lehnte ab. Nach turbulentem Verlauf musste Edgar dann doch die Waffen strecken. Im Nachwuchsduell siegte Sebastian Kull gegen Stefan Werner. Nach der zweiten Runde hatten nur noch Michael Meier und Martin Meyer die volle Punktzahl und trafen aufeinander. Nach Eröffnungsvorteil opferte Michael Meier eine Qualität, doch der Angriff schlug nicht durch und er musste kapitulieren. Thomas Zwicker musste gegen Edgar Tabar erneut mangels Zeit ein Remis abgeben. Mit nun schon einem Punkt Rückstand auf Martin Meyer hatte Thomas Zwicker in der 4. Runde die letzte Chance noch einmal den Turniersieg anzugreifen. Nach hartem Kampf einigte man sich am Spitzenbrett auf Remis. Michael Meier nutzte die Gelegenheit mit einem Sieg gegen Stefan Röder auf Platz 2 vorzurücken. Edgar Tabar schlug Sebastian Kull und zeigte wieder einmal, dass er im Schnellschach immer noch eine enorme Stärke besitzt.
Vor der letzten Runde hatte Martin Meyer bereits gegen alle vorne platzierten Spieler gespielt. So erwischte es Spielleiter Marcel Keller, dass er an Brett 1 antreten musste. Der Sieg Martin Meyers in dieser Partie ließ keinen Zweifel am Turniersieg mehr aufkommen. Verfolger Michael Meier hatte mit Edgar Tabar einen schweren Gegner im Kampf um Platz 2. Daneben spielte auch noch Thomas Zwicker gegen Josef Palinkas um den zweiten Platz mit. Edgar Tabar überraschte Michael Meier mit einem Wolga-Gambit und brachte so den Vorjahressieger aus dem Gleichgewicht. Ein Läufer wurde von Michael Meier eingestellt, aber von Edgar Tabar nicht genommen. Danach erspielte sich Michael Meier einen klaren Vorteil um dann völlig blind einen Turm einzustellen. Mit einem Turm weniger, aber immer noch sehr aktiver Stellung erkämpfte sich Michael Meier Zug für Zug weitere Vorteile und zwang so Edgar Tabar zur Rückgabe von Material um ein Matt zu vermeiden. Nach weiteren turbulenten Verwicklungen endete die Partie schließlich Remis. Thomas Zwicker war durch seinen Sieg gegen Josef Palinkas der lachende Turnierzweite. Michael Meier wurde Dritter und Edgar Tabar Vierter. Sebastian Kull und Stefan Röder trennten sich in der letzten Runde Remis. Aufgrund der besseren Feinwertung wurde Kull Fünfter vor Röder. Stefan Werner kam auf den 7. Platz, Marcel Keller wurde Achter, Josef Palinkas Neunter. Im Kellerduell konnte Frank Bantel in der letzten Runde durch einen Sieg die Rote Laterne an Roman Windecker weiter geben.